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Richtig Finanzieren

Tipps, damit die Zinsfalle nicht zuschnappt:

Ÿ               Verhandeln Sie beim Kredit unbedingt die Höhe des Zinssatzes und sprechen Sie insbesondere über die Höhe des Aufschlages ("Marge"), an dem die Bank verdient und der auf die Refinanzierungskosten (Namen dafür sind z.B. Euribor, Sekundärmarktrendite) der Bank aufgeschlagen wird. Die Refinanzierungskosten sind jene Kosten, die die Bank aufwendet, um sich benötigtes Geld einzukaufen.

Ÿ               Die Margen bei Konsumkrediten betragen zwischen 2 und 3 Prozent. Margen unter 2 Prozent sind nur in Ausnahmefällen und für Kunden mit besonderer Bonität möglich. (Achtung: bei Wohnkrediten gibt es andere Bandbreiten bei der Marge!)

Ÿ               Bei Fixzinsangeboten ist es sinnvoll, gleich bei Vertragsbeginn einen (günstigen) variablen Zins zu vereinbaren, der im Hintergrund des Fixzinssatzes (geknüpft an die Zinsgleitklausel) mitläuft.

Ÿ               Holen Sie mehrere Kreditofferte ein und vergleichen Sie sie anhand des Effektivzinssatzes und der Gesamtbelastung. Zinssatz und Bearbeitungsgebühr (üblicherweise zwischen 0,5 und 3 Prozent) sind – auch mit dem Hinweis auf alternative Angebote – gut verhandelbar.

Ÿ               Nehmen Sie nicht gleich das erstbeste Kreditangebot an.

Ÿ               Je besser Ihre Zahlungsfähigkeit, desto günstiger sollten Zinssatz und Bearbeitungsgebühren sein.

Ÿ               Achten Sie beim Angebotsvergleich auf einmalig anfallende und laufend verrechnete Spesen.

Ÿ               Billigster Zinssatz heißt nicht automatisch bester Kredit. Berücksichtigen Sie bei der Angebotsbewertung auch Service, Vertragsabwicklung und die Bedingungen des Kreditvertrages. Als Kreditwerber haben Sie ein Recht einen Vertragsentwurf zu verlangen.

 

 
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