Risikoversicherung
Die Risikolebensversicherung hat die Aufgabe die Hinterbliebenen beim Tod des Hauptverdieners zu versorgen. Im Ablebensfall des Versicherten wird ein Kapitalbetrag an die Hinterbliebenen ausbezahlt. Falls die versicherte Person die Vertragslaufzeit überlebt, erhält sie im Gegensatz zu einer klassischen ER-/Ablebensversicherung kein Geld. Die Risikolebensversicherung ist besonders für Familien mit kleinen Kindern wichtig, wenn nach dem Ableben des Hauptverdieners der verbleibende Elternteil nicht ausreichend für den Unterhalt sorgen kann. Empfohlen wird häufig eine Versicherungssumme von fünf Brutto -Jahresgehältern bei Familien mit kleinen Kindern, drei Brutto -Jahresgehältern bei ältern Kindern sowie bei arbeitenden Lebenspartnern.
Ein weiterer Anwendungspunkt der Risikolebensversicherung ist die Besicherung von Krediten. Bei Familien mit Kindern wird als Versicherungssumme fünf Brutto-Jahresgehältern plus die fällige Kreditsumme empfohlen.
Die Prämien der Versicherung steigen mit dem Abschlussalter und mit der Dauer der Laufzeit. Speziell ältere Menschen ab 50 Jahre sind schwer bzw. gar nicht mehr auf Ableben versicherbar. Bis dahin sind ohnehin die meisten Kinder aus dem Haus, die Immobilie abbezahlt und akzeptable Pensionsansprüche angesammelt worden. Aufgrund der geringeren Lebenserwartung zahlen Männer rund 25% bis 30% höhere Beiträge als Frauen. Die Beiträge sind generell abhängig vom Geschlecht, Alter, Beruf, Gesundheitszustandes und Laufzeit des Vertrages.
Weiters verteuert sich die Prämie, wenn sie Raucher oder Übergewichtig sind oder Sportarten wie Bergsteigen, Sporttauchen, Motorradfahren usw. ausüben. Es ist wichtig dass Sie bei Vertragsabschluss alle Fragen zur Risikoabschätzung vollständig und korrekt beantworten. Auch Änderungen müssen der Versicherungsgesellschaft unverzüglich mitgeteilt werden. Wer angegeben hat, kein Motorrad zu fahren und sich Jahre später doch ein Motorrad kauft und es unterlässt es dem Versicherer mitzuteilen, ist bei einem Unfall mit einem Motorrad nicht versichert und die Hinterbliebenen bekommen keinen müden Cent.
Von Versicherungsvertretern und auch Bankangestellten wird häufig anstatt einer Risikolebensversicherung eine Kapitallebensversicherung verkauft. Da die Ablebenssumme ja in beiden Fällen die gleiche sein sollte, führt dies zu ungleich höheren Prämien. Achten Sie darauf, dass Sie sich keine Versicherung aufschwatzen lassen, die Sie gar nicht benötigen und nur den Versicherungsvertreter reich macht.
Bei Rückzahlungen von endfälligen Krediten macht es Sinn, eine eigene Risikolebensversicherung als Sicherstellung für die Bank zu haben, als auch eine eigenständige kapitalbildende Lebensversicherung zur Tilgung des Kredites.
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